- Illustration
- Art Direction
- Reinzeichnung
La Nuit Perdue – Etikettendesign
Hinter »La Nuit Perdue« steht Iain Munson, Master of Wine und Winemaker bei Maison Jeanjean im Languedoc – eine Cuvée, die von vino24-Weinmarktleiterinnen und -leitern aus ganz Deutschland zum Siegerwein 2026 gekürt wurde.
Die GSM-Cuvée aus 50 % Grenache, 32 % Syrah und 18 % Mourvèdre wächst auf Lehm- und Kalksteinböden im Languedoc-Roussillon und reift in Stahltank und Holz. Vanille, reife dunkle Früchte und Brombeere prägen den Charakter dieses kräftigen Rotweins mit 13,5 % vol.
Meine Leistung
»La Nuit Perdue« – die verlorene Nacht – bezieht sich auf eine sehr reale Tradition im Languedoc: Um die Trauben bei kühlen Temperaturen zu ernten, sind die Winzerinnen und Winzer schon lange vor Sonnenaufgang oder mitten in der Nacht auf den Feldern. Der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht kann in der südfranzösischen Sommerhitze bis zu 20 Grad betragen – wer bei über 30 Grad Tageshitze erntet, riskiert, dass die Trauben ihre Frische, Säure und Aromen verlieren, bevor sie überhaupt die Kellerei erreichen. Kühl gepflückte Beeren bleiben zudem fester und weniger anfällig für Oxidation, und die Kellerei spart Energie, weil die Trauben schon kühl ankommen. Also wird die Nacht zum Arbeitstag – und genau diese »verlorene Nacht« der Winzer gibt der Cuvée ihren Namen.
Ein tiefes Mitternachtsblau bildet die Bühne für eine kunstvolle Rosette aus feinen, ineinander verschlungenen Linien – eine Art nächtliches Mandala, in dessen Zentrum ein einzelner roter Punkt leuchtet wie ein ferner Stern über den nächtlichen Weinbergen. Die goldgeprägte Wortmarke »LA NUIT PERDUE« und die handschriftliche Signatur »Pays d’Oc« verankern das Etikett in seiner südfranzösischen Herkunft, ohne die nächtliche Poesie zu verlieren.
Für Illustration, Art Direction und Reinzeichnung habe ich das Etikett von der ersten Skizze der Rosette bis zu den produktionsreifen Druckdaten begleitet – abgestimmt auf die dunkle Flaschenfarbe und die Folienprägung der Kapsel.